Leitmotiv

 

Was ist die Aufgabe eines Wissenschaftlers, eines Menschen, der das ernst nimmt, was um ihn geschieht? Diese Frage begleitet mich, seit ich zu denken gelernt habe. Meine Beschäftigung mit den Themen der Toleranz, Menschenrechte, Diskriminierung, Gender Mainstream und Aufklärung haben mich dazu motiviert, genau zu untersuchen, was diese Begriffe bedeuten und welche Gefahren mit einer Umdeutung dieser Begriffe uns Menschen heimsuchen kann. Genau betrachtet, bilden diese Ausdrücke das moralische Kostüm geistiger Herrschaft. Wer diesen kritisch oder ablehnend gegenübersteht, wird von den Universalitätsdogmatikern als Außenseiter stigmatisiert.

Freiheit ist ein großes Gut, dies bedeutet aber nicht Maßlosigkeit, sondern Freiheit von schlechten Eigenschaften und Freiheit zu entscheiden, wie wir uns gegenseitig veredeln können. Dabei spielt die Religion, als sichtbar gewordene Liebe, eine grundlegende Rolle, die durch die Umdeutung der Universalitätsdogmatiker zurückgedrängt worden ist. Weil ich denke, dass ein Mensch ohne Religion ein Stück unglücklicher ist, halte ich eine Renaissance der Spiritualität und der Religion für eine Notwendigkeit unserer Zeit.